Out of the box

Out of the box bedeutet für mich, herkömmliche Methoden, Theorien, Konzepte und Feststellungen immer wieder zu hinterfragen, neu zu prüfen und hinein zu fühlen, ob es auch wirklich stimmig für sich selbst ist. Es gibt meiner Meinung nach nämlich kein Patentrezept – Wir sind Naturwesen und leben nach Naturgesetzen. In der Natur widerlegt auch nur eine Ausnahme jede Regel.

Das kann man ganz einfach in der Natur selbst nachprüfen, indem man sie beobachtet und von ihr lernt. Denn im Grunde sind wir alle ein Teil der Natur. „Out of the box“ bezieht sich hier nicht nur auf die Haltung der Pferde, sondern generell auf eine Art zu denken und zu sein. Als wir, mein Mann Clemens und ich, unsere Pferde in unser Leben holten, war ich erstmal überwältigt, weil mich die Fülle an unterschiedlichsten Informationen und Methoden, die es da hinsichtlich Umgang und Haltung gibt, überfordert hat. Keine der Methoden hat sich für uns wirklich stimmig angefühlt. So haben wir unsere eigene Art und Weise entwickelt, mit Pferden zu SEIN. Die Lebensphilosphie, nach der wir leben ist es, die Natur zu beobachten, von ihr zu lernen und so gut es geht im Einklang mit ihr zu leben.
Am wichtigsten ist meiner Meinung nach die Beziehung zum Pferd, welche man nur über die Zeit mit für das Pferd nachvollziehbaren Routinen und Verlässlichkeit aufbauen kann. Ich habe meinem Pferd täglich gezeigt, dass ich DA bin und ihm „diene“.

Ich habe Goldi anfangs einfach nur beobachtet und gelernt, seine Körpersprache zu lesen. Ich habe zum Beispiel beobachtet, wann er ruht, wann er welches Futter sucht, wann er gerne spielt und wann er am aktivsten ist. Auf diese Art und Weise konnte ich besser auf ihn eingehen und ihm oft zuvorkommen. Dies schaffte immenses Vertrauen und Respekt. Für Goldi hatte ich bald den Status eines vertrauensvollen „Herdenchefs“. Mittlerweile spiegelt er in unserem „Spiel“ meine Bewegungen freiwillig.

Unsere Pferde, „Goldi“ und „Showi“ haben Tag und Nacht Zugang zu Weideflächen und auch einem kleinen Wald. Wir leben auf etwa 900 m Seehöhe und unsere Flächen sind was das Pflanzenwachstum und die Vielfalt betrifft, glücklicherweise noch sehr natürlich. Die Pferde haben gesunde, perfekte Hufe und gymnastizieren sich täglich selbst durch „Spielen“ und natürliche Bewegung bei der Futtersuche in den unterschiedlichsten Geländen. Wir können ohne Halfter und Seil mit ihnen spazieren gehen, sie gehen ohne Zwang oder Gewalt in den Hänger und suchen freiwillig unsere Nähe. Sie sehen uns als Teil der Herde.

Die Sommermonate verbringen wir derzeit mit den Pferden auf verschiedenen Almen. Im Sommer 2025 waren wir in Osttirol, wo unsere Pferde gemeinsam mit anderen Pferden, Kühen, Kälbern, Schafen und Eseln mehr als 350 ha Weidefläche beweideten und so für den Erhalt der Alm sorgten. 2026 verbringen wir den Sommer im schönen Lungau/Sbg auf einer 500 ha großen Privatalm. Dort „behirten“ wir eine riesige Pferdeherde (ca. 50 Pferde) und ca. 100 Stk. Rinder. Ein Traum für mich als Pferdefrau :-)!
Wir haben durch Beobachtung und unsere Erfahrungen festgestellt, dass Pferde (auch wenn domestiziert) Raum brauchen, sich bewegen zu können und frei wählen zu können, was sie futtermäßig gerade benötigen. Pferde sind viel mehr als bloße Grasfresser. Sie fressen nicht nur die verschiedensten Gräser, sondern auch Äste, Rinde, Sträucher, Disteln, uvm. Pferde sind Naturwesen und gehören unserer Meinung nach in die Natur und nicht in eine Box – zumindest nicht großteils.

Wer unsere Art und Weise, „out of the box“ zu leben und zu denken, kennen lernen möchte, kann uns gerne besuchen (von September bis Mitte Mai in Stubenberg am See in der Steiermark und von ca. Juni bis Anfang September auch gerne auf der Alm – für genaue Info auf welcher Alm, einfach Kontakt mit mir aufnehmen) oder mehr darüber in meinem Buch lesen, das 2026/2027 erscheint.
Bei Interesse auch hier bitte einfach Kontakt mit mir aufnehmen.

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